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By Christoph Seiler

Die maßgeblich von Jürgen Habermas ausgearbeitete Diskursethik zählt zu den einflussreichsten Gesamtentwürfen auf dem Gebiet der Praktischen Philosophie der Gegenwart. Christoph Seiler beleuchtet diese Moraltheorie aus den Blickwinkeln zweier ihrer bedeutendsten Gegenpositionen: Der Systemtheorie Niklas Luhmanns und der postmodernen Differenzphilosophie Jean-François Lyotards. Anhand der Einwände dieser Konzeptionen zeigt der Autor auf, dass der diskursive Konsens kein geeignetes Kriterium moralischer Richtigkeit ist und als ethischer Universalisierungsgrundsatz entscheidende Probleme der ethical, etwa ihren streiterzeugenden Charakter oder ihren Umgang mit perspektivischen Singularitäten, Brüchen und Differenzen, vernachlässigt.

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48 I Diskursethik (Habermas) hernden Erfüllung der Argumentationsbedingungen wirft die Fragen auf, wer nach welchen Kriterien bestimmen soll, wann eine hinreichende Annäherung vorliegt. ). „Unsere“ Intuitionen sind diejenigen der modernen westlichen Gesellschaften. In diesen haben sich trotz ihres weltanschaulichen Pluralismus gemeinsame moralische Alltagsintuitionen erhalten, die vor allem durch die jüdische Gerechtigkeitsmoral des Alten und die christliche Liebesethik des Neuen Testaments, d.

H. ). Das 66 67 Die Ausführungen in diesem sowie im folgenden Absatz habe ich – mit nur geringfügigen Änderungen – meiner unveröffentlichten, im August 2010 an der Philosophischen Fakultät der Fernuniversität Hagen eingereichten Masterarbeit Probleme der Habermasschen Diskursethik entnommen (vgl. dort S. 5 unten bis 8 oben). MkH: 132; THE: 11 und FuG: 190; da Habermas die Begriffe der Ethik und der Moral dahingehend unterscheidet, dass sich jener auf die Frage nach dem »Guten« und dieser auf die Frage nach dem »Gerechten« bezieht, müsste die Diskursethik aufgrund ihres deontologischen Charakters seiner Auffassung nach genauer »Diskurstheorie der Moral« heißen (EDE: 7; Habermas 2009: 24).

1 Diskurs und Konsens 43 man aber davon ausgeht, dass die Diskursgemeinschaft in Gestalt des gemeinsam gebildeten Einverständnisses an die Stelle der einzelnen Diskursteilnehmer tritt, ist gleichwohl zweifelhaft, ob eine solche Konzeption zu einer Überwindung des Kantischen Monologismus führt: Eine monologische Anwendung des Universalisierungsgrundsatzes >U< ist zunächst entgegen Habermas‘ eigener Auffassung (DE: 76) nicht deshalb ausgeschlossen, weil nach >U< die voraussichtlichen Folgen der Normanwendung für die Befriedigung der Interessen eines jeden Einzelnen Berücksichtigung finden sollen.

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