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By Prof. Dr. F. Link (auth.), Prof. Dr. Karl V. Frisch (eds.)

Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin. Deines Schöpfers weiser Wille hieß auf jene Bahn dich ziehn. (Aus einem alten Volksliede) Der Mond, dieser stille Begleiter unserer Erde und stumme Wächter unserer Nächte, steht gegenwärtig nicht nur im Vorder­ grund des Interesses der Astronomen, sondern er ist auch in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt, da Amerikaner bereits auf ihm gelandet sind. Unser Büchlein soll weiten Kreisen Kenntnisse vom Monde vermitteln, die von Astronomen in meist lebenslanger, zäher For­ schungsarbeit mit unermüdlichem Fleiße gewonnen wurden. Ihre Ergebnisse sind die Wegbereiter zur bevorstehenden Mondlandung. Vieles wird freilich nach dem ersten Spaziergang auf dem Monde zu korrigieren sein. So gesehen kann die folgende Beschreibung auch als eine Ge­ schichte der Mondwissenschaft gelten, die den riesigen Unterschied zwischen den klassischen Methoden der Astronomie aus großer Entfernung und der unmittelbaren astronautischen Erforschung des Mondes augenfällig macht. Wir haben unsere fünf Kapitel in eine beinahe chronologische Reihenfolge der Entwicklung gegliedert. Unsere ältesten Erkennt­ nisse beziehen sich auf die shape und Bewegung des Mondes. Mit der Erfindung des Fernrohrs im 17. Jahrhundert begann die Zeit der Selenographie (griechisch: Selene = Mond), die später in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in die Physik des Mondes mün­ dete. Wenn die Mondfinsternisse zu Beginn der Zivilisation die ersten Zeugen des Interesses an der Astronomie waren, so hat sich doch dieser Zweig der Astronomie erst in den letzten Jahrzehnten zu einem Höhepunkt entwickelt.

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46). Vulkanismus auf dem Monde. Abgesehen von den Hypothesen über den möglichen Ursprung einiger Mondkrater (S. 37) hat der Gedanke des Mondvulkanismus durch Beobachtungen KOSYREVS am Krater Alphonsus vom 3. November 1958 neuen Aufschwung genommen. Es wurde damals das Spektrum des Kraters photographiert, weil der Zentralberg abnormal hell erschien. Das Spektrum zeigte verschiedene Emissionsbänder, die dem Kohlenstoffmolekül entsprechen sollten. Von KOSYREV wurde dies als Beweis einer vorübergehenden Vulkantätigkeit des Zentralberges angesehen, die etwa 30 Minuten dauerte.

Die Lumineszenzkomponente etwa 10% des gesamten Mondlichtes ausmacht, dann könnte das letztere höchstens um 10010 im Laufe der Zeit variieren, was tatsächlich der Fall ist. Die Rougier'schen Messungen des gesamten Lichtes durch die Lunation geben die Phasenkurve (Abb. 27) mit einem Maximum während des Vollmondes. Das ist aber eine mittlere Kurve und die individuellen Messungen ergeben gewisse Abweichungen, die eine gute Korrelation mit der Variation der gesamten Sonnenstrahlung (= Solarkonstante) zeigen (Abb.

34. Mascons auf dem Monde (5. Abb. 34), wie Mare Crisium (Meer der Unruhen) oder Mare Serenitatis (Meer der Helligkeit). Die Tiefe der Mascons soll zwischen 50 und 200 km liegen. Für die Masse des Mascons unter dem 50 Mare Imbrium (Regenmeer) hat man den Wert von 2/100000 der Mondmasse gefunden. Das entspricht einer Nickeleisenkugel von 100 km Durchmesser. Solche Meere entstanden also durch den Aufprall eines sehr großen Meteoriten, dessen größere oder kleinere Reste unter dem Boden begraben liegen.

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