Download Der Maghreb. Marokko, Algerien, Tunesien by Werner Herzog PDF

By Werner Herzog

Show description

Read or Download Der Maghreb. Marokko, Algerien, Tunesien PDF

Similar german books

Der weiße Reiter

Like New! !!

Datenbankentwicklung in IT-Berufen GERMAN

Mit Hilfe der derzeit verbreitetsten Datenbanksysteme - MS entry und MySQL - werden die Grundlagen von Datenbanksystemen an praktischen Beispielen behandelt. Die leicht nachvollziehbare Darstellung ist anwendungsorientiert und wird durch viele Übungen ergänzt. Ein kompaktes Lehrbuch für die Thematik Datenbanken im Berufsfeld IT-Berufe.

Additional resources for Der Maghreb. Marokko, Algerien, Tunesien

Sample text

So wurde Marokko dem Ausland endgültig geöffnet. Die Franzosen bauten in Casablanca einen modernen Hafen, die Spanier legten von ihren Exklaven Ceuta und Melilla aus Straßen- und Eisenbahnlinien durch marokkanisches Gebiet. 1907 entsandten die beiden Länder nach einem blutigen Zwischenfall in Casablanca Truppen ins Land. Die Übernahme Marok62 kos war nur noch eine Frage der Zeit. Deutschland versuchte, sie zu verhindern. 1905 war Kaiser Wilhelm sogar in Tanger gelandet und hatte den Marokkanern Schutz und Unabhängigkeit versprochen.

Die Koutoubia-Moschee in Marrakesch – eine gelungene Kombination von Formenstrenge und andalusischer Ornamentik erinnert noch heute an jene Epoche. Berühmt ist auch der andalusische Philosoph Ibn Ruschd (Averroes, 1126–1198), der u. a. Aristoteles übersetzte. Auch diese zweite Epoche der Vereinigung des Maghreb dauerte nur kurz. Im Jahr 1212 öffneten sich die christlichen Heere Nordspaniens den Weg nach Andalusien. Dynastiestreitigkeiten führten zum Abfall von Gebieten und zur offenen Feindschaft von Stämmen.

1834 begrenzten sie die „französischen Besitzungen“ auf Algier, Oran, Bougie (das heutige Bejaia) und Bône (Annaba). Die Offiziere der Invasionsarmee hingegen dachten keineswegs daran, damit ihr Nordafrika-Abenteuer abzuschließen. Da sich die neue Monarchie in Frankreich unentschlossen zeigte und kein Konzept für die Verwaltung der eroberten Gebiete besaß, war sie in der Folgezeit immer dem Druck ihrer Generäle ausgesetzt. Die Armee verwaltete Algier und „machte Politik“. Umso mehr, als nach 1835 ein junger einheimischer religiöser Führer adeliger Abstammung namens Abd el-Kader sich von einigen Stämmen zum Emir der Araber ausrufen ließ und den Heiligen Krieg (djihad) gegen die christlichen Eindringlinge befahl.

Download PDF sample

Rated 4.34 of 5 – based on 10 votes